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Warum ich aufgehört habe, nach der richtigen Diagnose zu suchen:

Aktualisiert: 13. Juni


Bitte versteh mich von vornherein richtig:

Schulmedizin ist eine wichtige Errungenschaft und wichtig, wenn es um tatsächliche physische Prozesse in deinem Körper geht. Eine Diagnose kann dir aufzeigen, wo in deinem System gerade etwas nicht "richtig funktioniert".


Ich schreibe hier bewusst die letzten zwei Wörter in Anführungsstrichen, weil hier genau mein persönlicher Ansatz beginnt. Die Schulmedizin geht von Normen aus. Unsere Körper teilen zwar auf einer Ebene viele Funktionsweisen, aber nur bis zu einem bestimmten Grad. So wie jeder von uns eine einzigartige DNA besitzt, so ist diese auch einzigartig in unseren Körpern ausgedrückt.


Ich hatte zum Beispiel schon als Heranwachsende schnell sehr kalte und blau gefärbte Hände, die schon bei Temperaturen unter 10 Grad Frostbeulen hatten. Die vielen Tests, die ich durchlaufen habe, haben mir zwar attestiert, dass alles bestens sei. Mein Symptom blieb allerdings ungeklärt und wurde abschließend als unklare Akrozyanose, was einfach Blaufärbung heißt, benannt. Die absurde Lösung für mein Problem, die mir dann ein Mediziner nannte, war: "Mädchen, du solltest einfach mehr saufen oder schwanger werden." Auf derartig unwissenschaftliche Ebenen begibt sich die Schulmedizin, wenn sie an ihre Grenzen stößt. Es bedurfte vieler Jahre und am Ende der ersten Schwangerschaft, bis ich anfing, die Verantwortung für meinen Körper zu übernehmen. Denn in der Schwangerschaft hatte ich auf einmal erhöhte Lipasewerte (Enzym, das in der Bauchspeicheldrüse Fette zerlegt).


Ich hatte auf einmal Stiche im Raum meiner Bauchspeicheldrüse gespürt. Eine Nacht waren sie so doll, dass ich aufschreien musste, um mir Erleichterung zu verschaffen. Der Verdacht ging in Bauchspeicheldrüsenentzündung. Allerdings bestätigten weitere Tests (Blutbilder, MRT und Ultraschall) nichts. Erneut gab es keine eindeutige Diagnose. Erneut hieß es wieder "unklar". Hier ging die Reise in mein Innerstes los.


Das einzige, das mir an dieser Stelle allerdings fehlte, war das Werkzeug. Wie kam ich in mich? Reisen im Außen, damit kannte ich mich aus. Aber wie kam ich zu dem Flugticket in meinen Bauchraum? Diese Frage blieb mir lange noch unbeantwortet. Erst als ich emotional an einen Grenzpunkt gestoßen bin, den ich und meine Gynäkologin im Zusammenhang mit meinen Hormonen sahen (denn die Ausbalancierung der Hormone nach einer Schwangerschaft kann gut drei Jahre dauern), kam ich zu dem Schluss, dass, wenn Hormone mein Verhalten steuerten, es doch umgekehrt möglich sein müsste, dass ich über mein Verhalten Einfluss auf meine innere Balance habe. Mit dieser Aussage und Frage war ich aber bei meiner damaligen Gynäkologin auf einmal auf dem esoterischen Pfad abgebogen.


Ich verstand sie damals nicht. Denn für mich war das ein logischer Schluss, der so simpel war. Hier kam ich über die Recherche über das Hormonyoga auf das Kundalini Yoga, das mit Hilfe von körperlichen Übungen das endokrine (Drüsen-)System positiv beeinflussen kann. Das erste Jahr war intensiv, weil so vieles in meinem Inneren "aufgeräumt" werden musste.


Aber der Weg hat sich gelohnt.


Und ich möchte dich ermutigen, dich ebenfalls auf diese spannende innere Reise zu begeben.

 
 
 

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